Systemische Arbeitsweise   Der Systemische Ansatz geht davon aus, dass der Mensch ein beziehungsorientiertes Wesen ist. "Psychische oder soziale Probleme" werden nicht als feste Eigenschaft oder Krankheit eines Einzelnen bewertet.
Eine systemische Haltung hilft, Symptome und Probleme als sinnvolle Lösungsversuche zu erkennen und mit Wertschätzung und Respekt an einer Veränderung zu arbeiten. Schlafstörungen, Ängste und Burn-out etc. sind häufig verstehbare Reaktionen auf überfordernde Arbeitsstrukturen. Süchtiges Verhalten oder Depressionen können Antworten auf schwierige Beziehungskonstellationen sein.

Im Prozess der Beratung oder Therapie kann das Problem im Kontext des Beziehungssystems beleuchtet werden. Biographische Muster, transgenerationale Problemstellungen und eigene Anteile können entdeckt und aufgelöst werden. Die Wertschätzung Ihrer Person, Ihrer Geschichte, und Ihrer Bedürfnisse steht im Mittelpunkt unserer Zusammenarbeit. Generell gilt in der Systemischen Therapie und Beratung "So viel Vergangenheit wie notwendig; soviel Gegenwart und Zukunft wie möglich". Der Schwerpunkt liegt darauf, Ihre vorhandenen Fähigkeiten und positiven Möglichkeiten im Hier und Jetzt zu stärken. Systemische Beratung und Therapie ist ein handlungsorientiertes Verfahren. Realitäts- und situationsangepasste Ziele werden gemeinsam geplant. Es geht darum, sowohl Ihre Zukunftswünsche zu fokussieren als auch Ihre Selbstwirksamkeit und Selbstfürsorge zu mobilisieren.

Die Systemische Beratung und Therapie arbeitet mit erlebnisorientierten Methoden. Rollenspiele, Psychodrama, Rituale, Innere-Kind-Arbeit2 etc. sind sehr wirksam, um Zugänge zu Ihren inneren Wünschen und Bedürfnissen zu öffnen. Erfahrungen, Unterschiede und Lösungsmöglichkeiten können direkter erlebt und gefühlt werden als im Gespräch. Im kreativen Handeln können neue Sichtweisen auf Sie selbst, Ihre Beziehungen und die zentrale Problematik entwickelt werden. Fähigkeiten und Ressourcen können neu erfahren werden und neue Wege entstehen.

Körperorientierte Methoden   Empfindungen, Bedürfnisse und Gefühle zeichnen sich auch im Körper ab. Wenn es Menschen nicht gut geht, gibt der Körper das häufig von selbst zum Ausdruck. Nacken,- Kopf- und Rückenschmerzen, Schlafstörungen, innere Unruhe, Konzentrationsschwäche, Erschöpfung bis hin zum Burn-Out machen häufig darauf aufmerksam, dass die Bedürfnisse des Körpers zu lange ignoriert wurden. In die Therapie und Beratung können unterschiedliche körperorientierte Methoden mit einbezogen werden. Entspannungsmethoden dienen zur Beruhigung und Stabilisierung in der akuten Krisensituation.

Bewegungsimprovisationen, Atemübungen, Berührungen, Gefühlsäußerungen, Rollenspiele u.a. sind hilfreich dabei, an Gefühle und Empfindungen zu kommen, die im Gespräch und über den Verstand nicht spürbar sind. Die Orientierung am Körper unterstützt dabei, ein verbundenes Körpergefühl zu entwickeln und achtsamer im Umgang mit den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen zu werden. Einengende Muster können besser wahrgenommen werden und neue, befreiende Ausdrucksräume können geschaffen werden.

2 Die Arbeit mit dem inneren Kind hat zum Ziel, kindliche Gefühlsanteile wahrzunehmen, anzunehmen, zu integrieren und die schmerzhaften Gefühle zu transformieren.